Ein Haus

Ein Haus

Schon immer da

Oft auf Besuch dort

Wenn die Eltern nicht da waren, immer willkommen, wohlversorgt mit Liebe und auch Essen und Trinken

Ostern, Weihnachten und sonstige Anlässe wurde es immer besucht

Ostereiersuchen mit Pudel Assi aus Wien bleibt in Erinnerung, auch der aufgescheuchte Igel

Immer, immer wieder auf Besuch dort

Zuletzt auch ein bißchen zur Betreuung und Begleitung

Und nun ist es leer

Und alt

Abgewohnt

Immer war es ein wohliges Zuhause

Und nun ungewohnt leer und ohne Leben

Eine leere Hülle

Wie der tote Körper

Im Gegensatz zum Körper wird es wieder mit Leben gefüllt werden

Wer wird dort wieder glücklich und traurig sein?

 

© Eva Schnepf – Lebinger 2017

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7 Gedanken zu “Ein Haus

  1. Durch deinen Text, liebe Eva, sprudelte das aus mir raus:

    Ein Haus
    Grossmutter- und Mutter-Haus
    Wurde zum Streitobjekt
    Die Liebe ging verloren
    In den letzten Jahrzehnten wenige Besuche
    Kindheitserinnerungen an das fröhliche Gartenkind
    Schon lange vorbei
    Die letzten zwei Jahre
    Nur mehr ein Mutter-Haus
    Die Krankheit der Mutter
    Macht eine Annäherung möglich
    An Mutter und Haus
    Eine leere Hülle bleibt
    Wie der tote Körper
    Es tut gut das Haus zu verkaufen
    Es tut gut zu sehen
    Wie die bösen Geister ausziehen
    Und ein junges Paar einzieht
    Es tut gut zu sehen
    Wie sie das Haus zum Leben erwecken
    Fröhlichkeit zieht ein

    LG Monika

    • Bitte und danke, liebe Monika! Für Deine Sprudel-Worte! Es ist so befreiend, darüber zu schreiben – und im Schreiben loszulassen und zu verarbeiten. Ich möcht den Text dazu suchen, ich glaub, den dachte ich nur, schrieb ich noch nicht nieder. Eigenartige Zeit gerade ….

      • Doch nachts festgehalten:
        Es ist so befreiend, nicht mehr jederzeit abrufbereit sein zu müssen
        obwohl oder trotz freiwilligem Angebot
        Es hat eine Weile gedauert, das wirklich zu verinnerlichen
        So ganz angekommen ist es noch immer nicht
        Es ist traurig, daß es vorbei ist
        Es gäbe noch so viel zu fragen und zu erzöhlen
        Dazu ist es nun zu spät

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