Reizwort-Geschichte: Der Sommerflieder

Der Sommerflieder

Tiefviolett erfreuten die Dolden des Sommerflieders das Auge. Er stand in voller Blüte.

In diesem wundervollen Anblick konnte man versinken und sich in andere Welten – weit weg von hier – oder doch ganz nahe? – begeben.

Ringsherum ein buntes Blumenmeer. In allen Farben prangten die Sommerblumen.

Nicht nur durch seine Größe überragte der Sommerflieder die Blütenpracht.

Jede Dolde bestand aus vielen einzelnen, wunderschön geformten Blüten. Jede ein Wunder für sich.

Viele bunte Schmetterlinge flatterten heran und ließen sich darauf nieder. Es war eine Freude, dies zu betrachten.  Leicht und majestätisch umschwirrten sie  die Blüten, ließen sich nieder, flogen weiter, kamen wieder. Selten sind so viele Schmetterlinge gleichzeitig zu sehen. Den Sommerflieder lieben sie besonders, er zieht sie scheinbar magisch an.

Am Vortag beim Heimfahren von einem wunderbaren Badetag, war plötzlich eine Umleitung. Sie führte durch eine Wohnsiedlung, bald war man wieder auf der ursprünglichen Route. Kürzlich gab es eine Umleitung, die durch ganz enge Gassen führte, das war sehr abenteuerlich.

Ja, die momentane Hitzeperiode ließ nur 2 Optionen zu, entweder im kühlen Haus verkriechen – das hat den Vorteil. daß man kann sich ganz auf sich besinnen und ungestört neue Kraft tanken kann. Oder sich ganz nahe zum Wasser zu begeben und immer wieder mit einem Köpfler hineintauchen und sich erfrischen.

Ungestörtes Genießen ist hier kaum möglich.

Alle Gewässer sind gut besucht und viele erfreuen sich daran.

Naturgewässer – Seen und Flüsse – sind ein besonderer Genuß. Der ihnen eigene Geruch und das meist klare Wasser, in dem Steine und Fische gut sichtbar sind, sind einzigartig.

Die Farbe des Wassers ist vielschichtig, im wahrsten Sinn des Wortes. Von blau über türkis bis dunkelblau und grün und goldbraun ist ein schönes Farbenspiel sichtbar.

Am Ufer und in der Wiese gibt es viel zu entdecken. Viele Bäume spenden Schatten und erfreuen mit den Mustern ihres Stammes und den Wurzeln.

Im Gegensatz zu den Freibädern geht es hier meist ohne drängeln ab. Es ist eine ruhigere Atmosphäre, das merkt man schon beim Reinkommen.

Enten sind den ganzen Tag, sie watscheln herum, und kommen ganz nahe an die Decken der Badenden. Sie stibitzen sich Brösel und was ihnen sonst unterkommt.

Gegen Abend kommen dann die Schwäne heran. Majestätisch schweben sie fast über das Wasser. Wenn man ihnen zu nahe kommt, dann pfauchen sie laut und schlagen beeindruckend mit den Flügeln.

Natürlich duftend verläßt man dann das Naturgebiet, ohne störenden Chlorgeruch wie in den meisten Freibädern.

Mitunter ziehen Wolken auf, und manchmal beginnt es unvermittelt zu schütten. Da packen alle eilig zusammen und verlassen die Erholungsstätte. Oder sie suchen unter großen Bäumen Schutz.

Die Abkühlung von oben tut gut und umso schöner ist es dann, sich im Wasser zu vergnügen.

Oft gibt es an diesen Badeplätzen Sommerflieder. Das ist doppelter Genuß, das Wasser und der Sommerflieder mit seinen Gästen, den Schmetterlingen.

 

© Eva Schnepf  – Lebinger 2015

 

Reizwörter:   Schmetterlinge – Umleitung – drängeln – schütten – blau  

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Reizwort-Geschichte: Herrliche Sommertage

Die Seen und Flüsse locken

Das kühle Wasser erfrischt

Es ist eine Wonne, mit einem Köpfler ins Wasser einzutauchen und dahinzuschwimmen wie ein Fisch.

Wenn es einen dann etwas zu frösteln beginnt, schnell heraus, sich von der Sonne wieder aufwärmen lassen. Auf die Decke legen, frisches, kühles Obst genießen, schöne Texte und Bücher lesen und sich unter Bäumen im Schatten geborgen fühlen.

Heiter genießt man die Freuden. In den Himmel schauen, das Wolkenspiel betrachten. Sich in Gedanken verlieren, sie mit den Wolken ziehen lassen.

Bald lockt wieder das Wasser. Die kleinen Wellen bewegen sich ununterbrochen, das Auge erfreut sich am Wellenspiel, der Geist begibt sich in weite Fernen.

Das ist Sommer, der nur unmittelbar am Wasser erträglich ist.

Fast könnte man mit einigen Drehungen ins Wasser rollen – und daheim sein.

Alles Leben kommt aus dem Wasser.

Am Ufer ist das Wasser seicht, kleine Fische schießen herum. Verschiedenfarbige und unterschiedlich geformte Steinchen bedecken den sandigen Boden.  Im Wasser sitzen, alles spüren.

Mit flach geformten, idealerweise runden Steinen „blatteln“ – sie so über das Wasser tanzen lassen, daß sie einige Male springen. Das ist eine Freude!

Kinder hüpfen durch das Wasser, spielen Nachlaufen, bespritzen sich und andere mit Schlamm – erfreuen sich des natürlichen Lebens.

Einige dicke Schnüre sind gespannt, kreuz und quer zwischen den Bäumen.

Mitten im See ist eine Insel mit einigen Bäumen. Immer wieder schön, hinzuschwimmen, sich kurz auszuruhen, und zurückzuschwimmen.

Zwischen Ufer und Insel ist eine sogenannte Slackline gespannt.

Das Slacken – auch Slacklinen und Slacklining genannt, ist eine Sportart, die im Trend ist. Ähnlich wie Seiltanzen. Man balanciert auf einem Schlauchband oder Gurtband, das zwischen Bäumen gespannt ist. Äußerste Konzentration und Körperbeherrschung sind gefragt, sonst landet man sofort im Wasser.

Mit angehaltenem Atem verfolgt man die Bewegungen der dahinschreitenden Sportler und freut sich mit, wenn sie die ganze Länge bewältigen. Im Nu schwingen sie sich wieder auf das Band und balancieren zurück zum Ausgangspunkt.

Das Zuschauen ist sehr anstrengend, schnell einige kühle Stachelbeeren zur Erfrischung.

Schon besteigt der nächste Sportler das Band.

Der Tag neigt sich, die Sonne geht unter.

Es wird Zeit, zusammenzupacken. Ein Konzert will besucht werden.

Die Anfahrt ist abenteuerlich. Schmale Waldstraßen, viele Kurven.

Ein alter Stadel ist gemütlich hergerichtet. Einladend stehen viele Sitzgelegenheiten bereit.

Die Musik ist harmonisch, zum Fallen lassen. Hörgenuß in Höchstform. Selbstvergessen Tanzen – den Körper erklingen lassen. Eines der schönsten Lieder „I am the Universe“  erklingt – ja, wir sind alle eins, spürbar verbunden.

Langsam wird Zeit zum Heimfahren. Das Bett wartet. Schlafbedürftig und froh, ein Bett und ein Dach über dem Kopf zu haben.

Nachts regnet es, der Regen reinigt die Luft und erfrischt und kühlt sie.

© Eva Schnepf  – Lebinger 2015

 

Reizwörter:   Sommer – Regen – heiter – schlafbedürftig – selbstvergessen

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Reizwort-Geschichte: Endlich Sommer!

Endlich Sommer!
Endlich Sommer! riefen sich die Menschen über die Straße zu. Aus den Fenstern erklang dieser Ruf, aus den Telefonen, aus den Fernsehschirmen. Natürlich las man es auch überall.
Wenn man die Menschen ein wenig kennt, dann weiß man, daß diese Freude nicht lange anhalten wird. Und genau so ist es.
Bald werden die ersten Beschwerden laut. Die Menschen – die noch einige Tage davor endlos jammerten, daß es so kühl ist, daß heuer scheinbar der Sommer gar nicht kommt und weitere Aussagen dieser Art von sich gaben – sagen nun: Es ist unerträglich heiß, die Hitze ist nicht auszuhalten und sonstige Kommentare sind zu hören. Sie stöhnen ob dieser heißen Luft, die kaum einzuatmen ist.
Für manche Menschen ist es tatsächlich nicht auszuhalten, hilflos sind sie dem Wetter ausgeliefert, sie erleiden einen Hitzeschock, oder einen Hitzschlag, manche sterben sogar an den hohen Temperaturen.
Die Andren tauschen Rezepte aus, leicht und kühlend sollen sie sein. Rezepte für Speisen und Getränke, und Rezepte für das äußere Wohlbefinden. Das gute alte Fußbad, kühlende Duschen – viele Vorschläge und Erfahrungen werden ausgetauscht. Ob eher helle oder dunkle Kleidung die Hitze besser abschirmt, lauwarme oder kalte Getränke bekömmlicher sind und vieles mehr.
Sich im kühlen Zimmer aufzuhalten, ist für manche die einzige Möglichkeit, diese Zeit gut zu überstehen. Die Jalousien herunter, oder den Vorhang vor, damit es kühl blieb.
Früher konnte es nicht heiß genug sein. Sogar in der prallen Mittagshitze wurde die kurze Mittagspause genutzt, sich schnell ein wenig Bräune zu holen. Und wann immer es ging, wurde ein Sonnenbad genommen.
Daran war heute nicht mehr zu denken. Na ja, es war auch nicht erwünscht. Jetzt war der kühle Schatten der Freund, und ab und zu kurz in die Sonne, wenn es nicht zu heiß war.
Natürlich gab es hier Kommentare von sogenannten wohlmeinenden Menschen – die selber stundenlang in der Sonne brutzelten, und womöglich im Winter unter der Höhensonne – daß dies ungesund sei, man krank und blass aussehen würde.
Das war jedoch nicht der Fall, auch der Schatten bräunt.
Auch am bevorzugten Naturgewässer, unter den Bäumen ist es gut auszuhalten. Jederzeit ist eine kurze – oder längere – Abkühlung möglich und sehr erfrischend.
In den überfüllten Bädern herrscht ein Lärmpegel, der keine Ruhe bringt. Der Chlorgeruch ist ein weiteres Übel, das nicht in Kauf genommen wird.
Abends wird es dann erträglicher, langsam wird es kühler, es ist angenehm, sich im Freien aufzuhalten.
Nach Einbruch der Dunkelheit ist so manches Glühwürmchen zu sehen. Diese grünen Lichtlein bezaubern immer wieder.
Nachts reicht ein Laken, um sich vor der herrlich kühlen Nachtluft etwas abzugrenzen, die durchs offene Fenster hereinstreicht.
Lavendel neben dem Bett, dieser nasenschmeichelnde Geruch ließ schnell einschlafen.
Im Garten verzauberten seine lila Blüten ob ihrer Schönheit.

© Eva Schnepf – Lebinger 2015

Reizwörter: Lavendel – Laken – hilflos – blass – stöhnen

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Reizwort-Geschichte: Ruhe in der Großstadt

Ruhe in der Großstadt So ein Zirkus! Das durfte doch nicht wahr sein! Die Menschen liefen wild durcheinander, rempelten einander an, eine ältere Dame wäre dadurch fast gestürzt. Glücklicherweise kam ihr schnell jemand zu Hilfe und hielt sie. Schön, daß es das auch noch gab. Im Sommer in der Großstadt geht es zu, wie auf der Rennbahn. Die meisten der herumirrenden Menschen sind im Urlaub, wohlgemerkt im wohlverdienten Urlaub, in dem sie es sich gutgehen lassen und den sie genießen wollen. Nach außen sieht man davon wenig. Die Gesichter sind verkniffen, vor Eile gerötet, den Fotoapparat meist vor den Augen, um ja kein Motiv zu verpassen. Touristenscharen eilen ihres Weges, ab und zu kartenlesend stehenbleibend, sich orientierend. Zwischendurch erklingt immer wieder das Läuten von Glocken, Macht hörbar gemacht, und sehr störend. Man versteht sein eigenes Wort nicht, und das des Anderen schon gar nicht. Welchen Eindruck werden sie von dieser Stadt mitnehmen, wenn sie abends müde und ausgelaugt ins Bett fallen? Zum Glück gibt es auch Menschen, die bewußt und voll Freude, mit blitzenden Augen durch die Straßen spazieren. Sich an der Schönheit erfreuen, die Kleinigkeiten wahrnehmen, die den Charme und die Besonderheit ausmachen. Es gibt so vieles zu sehen! Die Hausfassaden sind reich geschmückt. In der Innenstadt ist es eine Freude, lustzuwandeln, und mit Lust diese Zierelemente zu betrachten. Es ist so interessant, zu erfahren, was sie bedeuten. In früheren Zeiten war es nicht so schön in den Straßen. Es herrschte erbärmlicher Gestank, da alles auf die Straße gekippt wurde. Dadurch war es sehr glitschig, teilweise waren Bretter darüber gelegt, sonst wären die Straßen nicht betretbar gewesen. Das ist heute vorbei. Saubere Straßen laden zum Spazieren und Verweilen im Schani-Garten ein. Obwohl, manchmal ist es doch nicht so sauber. Manche lassen ihre Abfälle einfach fallen. Darauf hingewiesen, daß sie etwas „verloren“ haben, läßt sie mitunter sehr aufbrausend reagieren. Ja, sie wissen, daß es nicht richtig ist, dennoch siegt die Bequemlichkeit. Oder ist es doch Wurschtigkeit, ist es ihnen einfach egal? Die Stadt lädt zum Mitmachen ein. Es gibt viele Veranstaltungen, Kurse, Führungen und vieles mehr. So eine Führung in einem kühlen Park, bei der viel Wissenswertes zu erfahren ist, ist etwas Wunderbares. Es gibt Parks, in denen Rehe in der Wiese liegen, die sich nicht stören lassen, und ihr Leben genießen. Eichkätzchen hoppeln heran, um eine Nuß zu bekommen, so süß diese possierlichen Tierchen. Ausruhen auf einer Bank im Grünen, so wohltuend. Das alles in der Großstadt. Komm und mach mit, sei dabei, erfreue Dich! © Eva Schnepf  – Lebinger 2015   Reizwörter: Zirkus – Glocke – mitmachen – erbärmlich – glitschig  Weitere Geschichten mit diesen Reizwörtern bei Christine Eva V,  Lore,   Martina,   Regina   und  Ulla   Viel Freude beim Lesen!