Reizwort-Geschichte: Die Träume

Reizwörter: Träume – Zeit -wahr – fliegen – fröhlich

 

Die Träume

 

 

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Die Träume

Zufrieden und entspannt lag sie auf der Liege im Garten. In der Wiese neben sich hatte sie die Geschenke drapiert. Am Vortag war ihr Geburtstagsfest und abends konnte sie das traditionelle „Geschenke-Foto“ nicht mehr machen. Voll Freude betrachtete sie die bunten Blumen, die sie erhalten hatte. Selbstgepflückte Wiesen- und Garten-Sträuße, Gärtner-Sträuße, Blumenstöcke und Blumen, die sie in den Garten pflanzen konnte. Die anderen „genußreichen“ Geschenke würde sie nach und nach verzehren und sich so lange an ihnen erfreuen. Das tolle Notizbuch nimmt unterwegs ihre Gedanken, Träume und Ideen auf. Sie schaute sich im Garten um, es grünte und blühte, daß es eine Freude war.

Die Zeit verfloß, sie schaute sinnend in den blauen Himmel, erfreute sich an den wunderbaren Wolkengebilden und träumte vor sich hin, sie malte sich die Träume so richtig aus und stellte sich vor, wie es sein würde, wenn sie wahr würden.

Die Schwalben zogen fröhlich ihre Kreise, direkt einladend, ah das wäre schön, mit ihnen zu fliegen. Der Schwalbenflug zeigte an, daß das Wetter schön bleiben würde. Sie konnte viel im Garten machen. Das war gut für Körper und Seele. Sie liebte es, im Freien zu sein. Umso besser, Arbeit und Vergnügen verbinden zu können. So wie sie davor die vielen Menschen genossen hatte, die hier waren, so genoß sie jetzt die Ruhe, das Alleinsein. Im Garten hingen noch die vielen Gespräche, die sie geführt hatten. Bleibende Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit. Erinnerungen, was sie mit den Menschen verband, wie sie sich kennengelernt hatten, was sie alles gemeinsam erlebten. Es war einfach schön, ein riesiger Strauß an Erinnerungen, der nie verblühen würde. Dann fielen ihr die Menschen ein, die in den Jahren, die sie schon hier wohnte, zu Gast waren. Viele waren schon aus ihren Gedanken entschwunden, so ist der Lauf der Zeit.

Sie wußte, einige ihrer Träume würden wahr werden, und sie freute sich auf die Zeit, in der sie an der Erfüllung ihrer Träume arbeiten würde. .

© Eva Schnepf 2014

 

Weitere Geschichten mit diesen Reizwörtern findet Ihr bei LORE, MARTINA und REGINA. Viel Freude beim Lesen 🙂

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Reizwort-Geschichte: Der Waldmeister

 

Reizwörter : Waldmeister – Vorsatz – grün – bunt – rupfen

Der Waldmeister

An diesem wunderschönen Tag voll Sonnenschein gingen sie in den lichten Laubwald, mit dem Vorsatz, endlich selbst Waldmeister zu sammeln. Sie kamen an der bunten Wiese vorbei, die voll blühender Frühlingsblumen war.

In diesem grünen Paradies war es wunderschön, grün und zart weiß, so weit das Auge reichte. Ein zarter, eigentümlicher Duft war wahrzunehmen.

Noch bevor sie die Kinder darum bitten konnte, keine Blätter abzurupfen, war es schon geschehen. Die kleineren Kinder hatten vor lauter Vorfreude schon die ersten Blätter abgerupft.

Sie erklärte und zeigte ihnen, die Stengel sanft zu ernten, und in die Körbe zu legen.

Schnell waren die Körbe gefüllt, und beschwingt traten sie den Heimweg an.

Scheinbar wirkte das im Waldmeister enthaltene Cumarin schon durch das Pflücken.

Unterwegs bauten die Kinder aus Ästen, Steinen und Holzstücken eine Skulptur, die sie spontan „Der Waldmeister“ nannten.

Sie kehrten noch im Eisgeschäft ein und genossen wundervolles Eis. Die nächsten Süßspeisen konnten sie dann schon mit dem Waldmeister-Sirup verfeinern, stellten sie mit großer Vorfreude fest.

Ein Teil wurde für Tee getrocknet, Sirup und Bowle wurden zubereitet.

Waldmeister-Bowle, natürlich ohne Alkohol, da sie auch ohne Alkohol lustig und beschwingt ist. So konnten sie auch die Kinder genießen.

Sie will alles klar erleben, ohne durch Alkohol oder Drogen benebelt zu sein. Sich nicht verstellen, so sein, wie sie ist.

Mit dem Vorsatz, im nächsten Jahr wieder Waldmeister zu sammeln und zuzubereiten, schöpften sie ihre Gläser voll, und erfreuten sich am besonderen Geschmack des Getränkes.

© Eva Schnepf 2014

 

Weitere Geschichten mit diesen Reizwörtern findet ihr bei LORE, MARTINA und REGINA.

Mir haben sie sehr gefallen!

Viel Freude beim Lesen!

 

 

Reizwort-Geschichte: Die Wolkengebilde

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 Foto mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Geisberger

 

Reizwörter:   Wolke – Duft – leben – wohltuend – öffnen

Die Wolkengebilde

 

Nachdem sie die Geschichte am Laptop fertiggestellt hatte, speicherte sie diese im Ordner bei den anderen Geschichten ab, und schaltete den PC aus. Sie hatte schon mehrere Stunden vor dem Bildschirm verbracht und das reichte bis auf weiteres.

Frohgelaunt ging sie in den Garten und betrachtete das Blühen und Wachsen rundum. Die kleinen Rosen waren gerade erblüht, ihr Duft war wunderbar, er erinnerte sie ein wenig an den Rosenduft der Blüte, die sie kürzlich erhalten hatte, diese hatte eine weite Reise hinter sich, und war noch frisch und wundervoll duftend. Sie konnte sich nicht erinnern, schon jemals so betörenden Duft wahrgenommen zu haben.

So schritt sie durch den Garten, immer wieder innehaltend, an einer besonders schönen Blüte, steckte sich einige rote Ribisel, die schon fast reif waren, genüßlich in den Mund, und zerdrückte sie mit der Zunge. Sie liebte den etwas sauren und doch fruchtig-beerigen Geschmack.

Aufatmend legte sie sich in die Wiese, spürte die weichen Grashalme wohltuend unter ihrem Rücken, schaute sinnend in die Wolken, bewunderte die wunderschönen Formationen und Gebilde, die sie an Tiere erinnerten. Eines sah einem Elefanten zum Verwechseln ähnlich. Nachdem sie sich an der Wolken-Schönheit sattgesehen hatte, schloß sie die Augen und das Wort „leben“ erfüllte sie: sie freute sich, zu leben, zu er-leben, auszu- leben, Zeit zu ver- leben, ihr reiches Innen-Leben, ihr erfüllendes Seelen-Leben, sie liebte ihr Erden-Leben, und ruhte endlich aus.

Später öffnete sie ihre Augen, sah, daß es schon zu dämmern begann und spazierte noch eine Runde durch den Garten, bevor sie den Tag im Schein einer Kerze ausklingen ließ.

© Eva Schnepf 2014

 

Weitere Geschichten mit diesen Reizwörtern findet ihr bei LORE, MARTINA und REGINA. Viel Freude beim Lesen!

 

 

Meine 1. Lesung

L10411908_1457840514457705_904890314600693695_nGestern am 4.6. war meine 1. Lesung!

Das Glückskleeblatt: Indigo H. Ullrich, Rosi Grieder, Dingefinder Jörg Krüger und ich  🙂

 

067a04-06-2014 Glas-Zauber-Lyrik TRAtelier - KopieL10337758_1457837554458001_8427753093333263189_nL10363980_1457838311124592_2424917891032910594_nL10169316_1457837414458015_4915940976302672348_nL1959373_1457837867791303_1074735327495232776_n

Die Lesung fand gemeinsam mit 3 anderen wunderbaren Künstlern statt.

Abwechselnd brachten wir unsere Beiträge dem wunderbaren Publikum zu Gehör.

Es war ein wundervolles Gefühl, auf der Bühne zu stehen bzw. zu sitzen, und meine eigenen Geschichten zu lesen 🙂

 

Danke allen Beteiligten für diesen wunderschönen Abend!

 

Die nächste Lesung ist schon morgen, 6.6. in Raabs/Thaya, ich freu mich sehr!

 

 

Reizwort-Geschichte: Die Erholung

Reizwörter: Nachbarn – Telefon – sympathisch – keck – schämen

 

Die Erholung

 

Die Heimfahrt zog sich hin, ich war schon einige Stunden unterwegs, und hatte noch 300 Autobahn-Kilometer vor mir. Das war anstrengend. Die anderen Autofahrer waren wieder mal sehr waghalsig und wenig vorausschauend unterwegs. Das heißt, ich mußte die ganze Zeit für die anderen mitdenken, und noch mehr Abstand als sonst lassen, damit die rücksichtslosesten Überholer noch vor oder hinter mir einscheren konnten, wenn es zu eng wurde. So fuhr ich noch aufmerksamer als sonst dahin. Als ich endlich fast am Ziel war, freute ich mich schon sehr auf daheim. Endlich in völliger Ruhe hinlegen und entspannen, im Garten an der frischen Luft, das wird ein Genuß nach der langen Autofahrt.

Endlich daheim angekommen, setzte ich meinen Plan sofort um. Genüßlich legte ich mich auf die weiche Liege, ah, das tat gut. Ich schloß die Augen, begann mich zu entspannen und träumte vor mich hin. Ich war fast am Einschlafen, da drangen unsagbar furchtbare Töne an mein Ohr. Was war das? Woher kamen diese Höllenklänge?

Plötzlich war es wieder ruhig, alles vergessen.Wieder begann ich mich zu erholen und schlief schon wieder fast ein.

Da – schon wieder! Vor Schreck saß ich aufrecht auf der Liege und schaute, woher dieser schreckliche Lärm kam? Nichts zu sehen, also wieder von vorn. Das wiederholte sich einige Male, ich war am Rand meiner Nervenkraft.

Also stand ich auf, um nachzusehen. Je näher ich zum Zaun kam, desto lauter wurden die Geräusche. Aus dem Garten der sympathischen Nachbarn kam der Lärm! Unglaublich, dort war es meist ruhig. Ich rief mal rüber, und fragte nach, ob das wohl ein Telefon sein könnte? Nein, sicher nicht ihres, meinten sie keck, sie hätten schöne Telefontöne!

Da begann es schon wieder, nicht auszuhalten. Die Nachbarn folgten den Tönen, und wurden ganz ruhig. Ihr Besuch hatte das Telefon vergessen, und darum hatten sie es nicht auf sich bezogen. Nachdem ich ihnen noch von meiner langen Fahrt und meiner Müdigkeit erzählte, entschuldigten sie sich und meinten, jetzt müssen sie sich schämen.

Ich sagte, Hauptsache, es ist vorbei, und verabschiedete mich ins Haus, und ins Bett. Ruhe im Garten, davon hatte ich heute genug.

Und die Moral von der G’schicht: willst du ruhig schlafen, bleib im Haus und schließ das Fenster.

© Eva Schnepf 2014

 

Weitere Geschichten mit diesen Reizwörtern findet ihr bei LORE, MARTINA und REGINA.

Viel Freude beim Lesen!

 

 

 

 

Lesungen – meine Geschichten LIVE – Herzliche Einladung

Bis jetzt habe ich meine Geschichten nur virtuell „erzählt“, ab Mittwoch sind sie auch LIVE zu hören!

Mittwoch, 4.6.2014 um 19 h im TRAtelier in Stockerau mit INDIGO H. ULLRICH – Lyrik & Engelsharfe

Ich lese und präsentiere meine GlasperlenKunstStickerei

 

Glas Zauber Lyrik

Am Freitag, 6.6.2014 lesen wir zu viert in Raabs im Kleinen Paradies

Lesung 6. 6.

Ich freue mich sehr auf meine 1. zwei Lesungen, und auf die Gedichte und Geschichten meiner Mitleser 🙂